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Verantwortung.Sozial.
 

Spendenaktion: Weihnachten am Ohr

Spendenaufruf Deutsche Seemannsmission "Weihnachten am Ohr"

Bild: epd-bild.de

Weihnachten am Ohr ist eine jährliche Spendenaktion der Deutschen Seemannsmission, um Seeleuten während der Feiertage eine kostenlose Telefonbrücke in die Heimat zu schenken. Die Vereinzelung an Bord und lange Fahrtzeiten ohne Kontakt mit der Familie sind in der modernen Schifffahrt ein großes Problem. Deshalb sind Weihnachtsgrüße mit der Familie oder mit Freunden direkt am Telefon für die Seeleute eine große Kraftquelle. Das unmittelbare Gespräch am Telefon, das Hören einer vertrauten Stimme, ist die wichtigste Verbindung über Ozeane hinweg. Mit Hilfe dieser Spendenaktion kann die Seemannsmission in Kiel jährlich rund 400 Karten an Seeleute verteilen. Und so kann jeder helfen: Mit dem Kauf von "Weihnachten am Ohr"-Telefonkarten für fünf Euro oder einer Spende auf das unten genannte Konto schenkt der Spender einem Seemann ein kostenloses Telefongespräch.

Informationen zum Spendenkonto

Das Spendenkonto lautet:

Deutsche Seemannsmission Kiel e.V.

Konto 87149

BLZ 210 602 37

EDG Kiel

Verwendungszweck: Weihnachten am Ohr.

Weniger…

Mit Ihren Teilnahmegebühren helfen Sie Helfern!

Mit Hilfe der Teilnahmegebühren an unseren Lehrgängen sind wir in der Lage, Helfern aus der Seefahrt ihre Arbeit ein wenig zu erleichtern. Hierfür bedanken wir uns bei unseren Teilnehmern!

Zeitungsartikel zur Übergabe der von uns gespendeten Schleifkorbtrage an den Seenotkreuzer Berlin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS)

Soziales Engagement

Mit Hilfe unserer Teilnehmer unterstützen wir die Arbeit der Deutschen Seemannsmission e.V. und der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Alle diese Institutionen leisten unersetzliche Arbeit in der Seefahrt. Mit Ihrer Teilnahmegebühr tragen Sie direkt dazu bei, dass die Seefahrt menschlicher und sicherer wird. In unserem Basic Course haben Sie zudem die Gelegenheit, Vertreter der Seemannsmission und der DGzRS kennen zu lernen und mit ihnen ins Gespräch zu kommen. 

Ohne die Arbeit der Seemannsmissionen weltweit würde die moderne Seefahrt wahrscheinlich schon lange nicht mehr funktionieren. An allen Enden der Welt geben Sie den Seeleuten, die oft Monate lang an Bord sind, ein Zuhause, ein Telefon und ein Bier. So einfach ist das. Und jeder, der schon einmal allein in der Nacht in einem Hafen irgendwo weit weg von daheim war, weiß, was ihm dies bedeuten kann. Über all die Jahre unserer beruflichen Tätigkeit haben wir immer wieder im Vertrauen auf die Menschlichkeit dieser Einrichtung gern mit Ihnen zusammen gearbeitet.

Als Ärztin oder Arzt haben Sie immer eine besondere Rolle. Nicht nur im medizinischen, auch im sozialen Sinne. Menschen kommen zu Ihnen, um Ihnen zu vertrauen. Dies können wir alle von der Seemannsmission lernen. Vertrauen und Zuverlässigkeit.

Seemannsmission. Leben an Bord.

Dieser Text von der Seite der Seemannsmission Kiel-Holtenau beschreibt sehr gut das Leben auf See, dies gilt auch an Bord von Kreuzfahrtschiffen. Wir möchten gemeinsam mit Ihnen einen Teil der der sozialen Verantwortung übernehmen.

Mehr…

"Die Rahmenbedingungen der deutschen und der internationalen Handelsschifffahrt haben sich in den vergangenen 30 Jahren in einem Ausmaß und Tempo verändert, das den Übergang von der Segelschiffszeit zur Dampfschiffszeit als gemütlich erscheinen lässt. Die Veränderungen betreffen vor allem folgende Bereiche:

  • Eigentumsverhältnisse an Schiffen
  • Flaggenstatus
  • Besatzungsstärken und -strukturen
  • Ladungsarten und Hafenliegezeiten

Das bedeutet: Die klassischen Reeder mit definierter Haftungsverantwortung und Geschäftsadresse im Flaggenstaat geraten zunehmend in die Minderheit. Immer mehr international verschachtelte Beteiligungsgesellschaften von Schiffsbetreibern mit Geschäftsadressen von Briefkastenfirmen im steuerbegünstigten Ausland drücken auf die Frachtraten und versuchen das Geschäft an sich zu reißen. Gegen solche Gesellschaften lassen sich die Rechte von Besatzungsangehörigen nur schwer durchsetzen.

Als "Billigflaggen" oder "flags of convenience" werden die Flaggen von Schiffsregister betreibenden Staaten bezeichnet, die im Hinblick auf Ausrüstung, Ausbildung, Besoldung und Schiffsbesetzung geringere Anforderungen stellen als traditionelle Schifffahrtsnationen. Für Reeder oder Schiffsbetreibergesellschaften ist es daher oft kostengünstiger, ihre Schiffe auszuflaggen und in Billigflaggen-Staaten registrieren zu lassen. Für die Seeleute hat das zumeist die Konsequenz niedrigerer Bezahlung, schlechterer Arbeitsbedingungen und geringerer Rechte.

Die Besatzungsstärken nach Schiffsbesetzungsordnung sind in den letzten 30 Jahren auf weniger als die Hälfte reduziert worden. Dies wurde möglich aufgrund des hohen Automationsgrades moderner Handelsschiffe. Das bedeutet jedoch - insbesondere für die in Küstengewässern verkehrenden Container Feeder - ständige Überforderung und Überlastung für die Besatzung - mit der Folge von Übermüdung und Mangel an Gemeinschaft. Mannschaften für ausgeflaggte Schiffe werden fast ausschließlich aus Ländern mit niedrigem Lohnniveau rekrutiert, z. B. : Philippinen, Indien, Pakistan, Russland. Schiffsoffiziere gehören meist der Nation der Reederei oder des Flaggenstaates an. Das bedeutet eine weitere Reduzierung von Kommunikation mit der Folge psychischer Isolation und Vereinsamung.

Die Containerisierung der Stückgutverkehre wie auch die Modernisierung der Umschlageinrichtungen für Massengüter haben zu extrem kurzen Hafenliegezeiten geführt. Ein Hafen bietet heute kaum noch Zeit für Muße oder Erholung.

Diese Veränderungen bedeuten zugleich neue Herausforderungen für die Seemannsmission. Wir betreuen heute Seeleute aus aller Welt - ungeachtet ihres religiösen Bekenntnisses, ihrer ethnischen Zugehörigkeit oder ihrer Nationalität. Alle christlichen Nationen, die Seemannsmission betreiben, haben sich in der International Christian Maritime Association (ICMA) zusammengeschlossen. ICMA bietet ein Forum für den Austausch von Erfahrungen, unterstützt Möglichkeiten einer effizienten Kooperation und sorgt für die Ausbildung von Trainees. Darüber hinaus können eigene Erkenntnisse über die Situation der Seeleute in Vorschläge und Empfehlungen an die International Maritime Organisation (IMO) umgesetzt werden mit dem Ziel einer Verbesserung der Lebensbedingungen der Seeleute, der rechtlichen Rahmenbedingungen und der Sicherheitsstandards an Bord.

Die Präsenz der Seemannsmission in den Häfen der Welt ist unverändert wichtig. Die Seeleute haben Vertrauen zur Seemannsmission und sehen in der Seemannsmission nicht nur eine Betreuungseinrichtung sondern auch einen "safe haven" - einen Ankerplatz für Notfälle. Nicht ohne Grund hat die Deutsche Seemannsmission ihrer vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift den Titel "Lass fallen Anker" gegeben. Missstände oder Probleme auf einzelnen Schiffen werden häufig erst über die Seemannsmission bekannt. Internationale Organisationen, wie die IMO oder die ITF können jedoch erst dann tätig werden, wenn Missstände oder menschenunwürdige Arbeitsbedingungen offenkundig werden.

Dass Schiffe in afrikanischen oder asiatischen Häfen an der Kette liegen, deren Besatzungen über Monate keine Heuer und häufig nicht einmal mehr Kredit beim Schiffshändler erhalten, um Proviant zu kaufen, hat der ein oder andere bestimmt schon einmal gehört. Man kann sich im Internet Berichte von englischen Seemannspastoren anschauen, die für sich sprechen. Dass so etwas auch in unseren Häfen passieren kann, erscheint sicherlich eher unwahrscheinlich, aber es passiert auch hier.

Im November 2002 lief der russische Frachter "Volna" mit einer Decksladung Holz in die Kieler Förde ein. Weil die Holzladung im Wintersturm verrutscht war und der Dampfer Schlagseite hatte, wurde das Schiff nicht für die Kanalpassage zugelassen. Die Holzladung wurde im Nordhafen gelöscht. Beim Wieder-Auslaufen aus der Förde lief die "Volna" bei Laboe auf Grund. Das Schiff war nach einer Inspektion durch die Wasserschutzpolizei nicht mehr seetüchtig und wird am Thiessenkai an die Kette gelegt. Der russische Reeder versprach eine Geldüberweisung für die Reparatur, die aber nicht kam. Unser Seemannspastor Matyba besuchte das Schiff täglich und die Besatzung fasste allmählich Vertrauen. Die Seeleute hatten seit Monaten keine Heuer erhalten, die Proviantlast war leer - das heißt, die Besatzung hungerte bereits. Holtenauer Einzelhändler und Restaurants spendeten auf Bitten der Seemannsmission Lebensmittel. In Zusammenarbeit mit dem DRK, der Gewerkschaft und vielen ungenannten Helfern wurde die Proviantlast wieder gefüllt, wurden Kleider und Geschenke gespendet. Es fand sich auch eine Instandsetzungsfirma, deren Mitarbeiter das Schiff in ihrer Freizeit instand setzten. Das Material stellte die Firma zur Verfügung. Nach neunzehn Tagen wurde von den Behörden die eingeschränkte Fahrtüchtigkeit zertifiziert, und das Schiff konnte mit Kurs St. Petersburg in See gehen. Nicht immer laufen solche Fälle so glücklich ab. Die Besatzungen haben meist Angst um den Verlust ihres Arbeitsplatzes oder vor Repressalien und sagen nichts. Erst wenn eine Vertrauensbasis da ist, kann man die Probleme vor Ort erkennen und praktisch helfen..

Bordbesuche haben wegen der kurzen Hafenliegezeiten heute eine höhere Priorität als Übernachtungsmöglichkeiten im Seemannsheim, wir müssen in vielen Fällen Überkapazitäten an Betten aus den 70-er Jahren abbauen - auch das kostet Geld. Der ITF Seafarers Trust sponsert Investitionen für Seemannsclubs und Minibusse, aber für die Betriebskosten müssen wir selbst aufkommen. Von den Landeskirchen erhalten wir Personalkostenzuschüsse für die hauptamtlichen Mitarbeiter, von den Reedereien erhalten wir freiwillige Schiffahrtsabgaben, von den Kirchenkreisen erhalten wir einmal im Jahr den Erlös einer Kollekte und natürlich bekommen wir auch Spenden von Firmen der Hafenwirtschaft und von den Nautischen Vereinen.

Die Deutsche Seemannsmission hat ihr Licht bisher meist unter den Scheffel" gestellt, nach dem Motto: "Tue Gutes und sprich nicht darüber". Wir werden in Zukunft jedoch mehr an die Öffentlichkeit gehen müssen, um die notwendige Unterstützung für unsere Arbeit zu erhalten. Unsere Mission ist der Seemann, unser Motto heißt "Support of Seafarer's Dignity" das bedeutet, die Würde der zur See fahrenden Menschen zu achten, zu unterstützen und zu schützen.

Wenn wir erfahren, welche Schiffe den Hafen anlaufen, bereiten unsere Bordbetreuer den Besuch ihrer Schiffe entsprechend vor. Dazu gehört Informationsmaterial über den Hafen und die Stadt, dazu gehören Telefonkarten, die wir über den Seemannsclub "Duckdalben" in Hamburg billiger bekommen und entsprechend preiswert an die Seeleute abgeben können, dazu gehören auch aktuelle Informationen aus dem Heimatland der Besatzung, die wir uns aus dem Internet holen. Wird ein Schiff mit einer polnischen oder russischen Besatzung erwartet, kann man sich vorher entsprechende Zeitungsseiten aus dem Internet ausdrucken, das ist nicht immer ganz einfach, wenn man die Sprache nicht versteht, aber unsere Bordbetreuer haben da inzwischen schon einige Erfahrung. Die Liegezeiten in den Häfen sind heute zumeist so kurz, dass die Besatzungen kaum Zeit zum Einkaufen haben. Statt Ausflüge zu veranstalten, fahren unsere Minibusse mit Besatzungsmitgliedern eher zum Einkaufen in die Stadt. Und unsere Bordbetreuer beraten und helfen dabei. Oft besteht bei Seeleuten der Wunsch mit den Familienangehörigen zu Hause in Kontakt zu kommen - per Telefon oder per E-Mail. Unsere Seemannsmissionen sind dafür mit moderner elektronischer Kommunikation ausgestattet. Wenn ein Schiff länger im Hafen liegt, werden unsere Seemannsheime und Clubs gern in Anspruch genommen. Eines der beliebtesten Spiele ist Pool Billard, das ist ein Spiel, das man nur an Land spielen kann, weil die Kugel in See den Gesetzen des Seegangs und der Schwerkraft folgt. Wer Billard spielt, ist also definitiv im Hafen.

Die Deutsche Seemannsmission verfügt im Inland über 16 Stationen, die von Vereinen getragen werden, das sind von West nach Ost: Emden, Wilhelmshaven, Brake, Bremerhaven, Bremen, Cuxhaven, Stade/Bützfleth, Hamburg Altona, Hamburg R.V., Hamburg-Harburg, Brunsbüttel, Kiel, Lübeck, Rostock, Sasssnitz und im Süden der See- und Binnenhafen Duisburg. Die Stationen werden von hauptamtlichen (bezahlten) und ehrenamtlichen (unbezahlten) Kräften geführt. Der großzügige Hamburger Seemannsclub "Duckdalben", in dem sich der Seemann wirklich heimisch fühlen kann und in dem es auch einen Raum der Stille für alle Welt-Religionen gibt, wird ausschließlich von Diakonen und hauptamtlichen Mitarbeitern betrieben. Der "Duckdalben" wird zu einem großen Teil von der Stadt Hamburg mit finanziert, denn die Stadt möchte, dass Hamburg bei den Seeleuten als freundlicher Hafen gilt. Das arme Wilhelmshaven und die Landeskirche Oldenburg können das nicht, deshalb wird die Station in Wilhelmshaven seit vielen Jahren nur von ehrenamtlichen Mitarbeitern geführt, die sich aus pensionierten Lotsen, Marineoffizieren, ehemaligen Schiffsoffizieren und Seeleuten rekrutieren. Und das funktioniert auch.

Im Ausland werden von der DSM Bremen e.V. derzeit noch 22 Stationen unterhalten, davon werden fünf in Kooperation betrieben. (Alexandria, Amsterdam, Antwerpen, Douala, Durban, Felixstowe, Genua, Hongkong, Jakarta, Kopenhagen, Kotka, Le Havre, Lomé, London, Mäntyluoto, Middlesborough, New Orleans, New York, Piräus, Rotterdam, Santos, Singapore und Valparaiso)

Neunzig Prozent unseres Handels werden über See abgewickelt. Daran denkt jedoch kaum jemand, der im Supermarkt oder in einem technischen Großmarkt einkauft. Die Handelswaren kommen mit Schiffen, und die Schiffe werden von Seeleuten gefahren. Trotz aller Automation - an Bord der Schiffe werden immer Menschen sein. So wird die Seemannsmission auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten für die Menschen in der Seefahrt da sein und dabei immer wieder vor neuen Herausforderungen stehen. Dafür brauchen wir Unterstützung durch Menschen, die bereit sind, ehrenamtlich bei uns mitzuarbeiten, und Menschen die uns durch Spenden helfen."

Auch auf diesen Aspekt Ihrer neuen Tätigkeit möchten wir Sie vorbereiten.

Maritime Medizin. Verantwortlich. Sozial.
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